Bingo-Spielhallen, Kasinos, Hotels und Cafés

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Die Seminolen waren vor fast 20 Jahren schon die ersten Ureinwohner Nordamerikas, die in seinem Reservat eine professionelle Bingo-Spielhalle mit Kasino eröffneten. In fünf Reservaten in Florida leben 3.300 Seminolen und in ihnen gelten die strengen Glückspielverordnungen vieler US-Bundesstaaten nicht.

Dieser Indianerstamm hat einen Sinn für lukrative Geschäfte: innerhalb weniger Jahre haben die Seminolen ein Glücksspielimperium aufgebaut und sie sind mittlerweile die erfolgreichste Unternehmensgruppe in Florida im Bingo- und Kasinogeschäft. Rund 90 % ihrer Einnahmen stammen aus dem Glücksspiel und nur noch wenige Indianer verdienen ihr Geld mit dem Anbau von Zitrusfrüchten oder Tabak.

Allein der Umsatz der beiden Florida-Kasinos wird auf rund 700 Millionen Dollar jährlich geschätzt. Der Gewinn fließt in Schulen, Krankenhäuser, Straßen und sie finanzieren damit auch die eigene Polizei und das Gesundheitswesen.

Ende 2006 hat dieser Stamm für 750 Millionen Euro die Hard-Rock-Kette übernommen, zu der Cafés, Hotels und Kasinos gehören. Über 360 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete die Gastronomiekette 2006 und verbuchte einen Gewinn von rund 55 Millionen Euro. Die Seminolen führten schon vor dem Kauf zwei Cafés der Kette in ihren Reservaten in Florida.